Monat: Juli 2017

Demonstranten und Polizeieinsatz an den Landungsbrücken in Hamburg am Nachmittag des 07.07. Foto: Tim Wagner
Leben·Gesellschaft

summit policing & Gewollte Gewalt: In Hamburg ist nichts aus dem Ruder gelaufen

„Warum die Höllendemo so schnell eskalierte“, titelte die „Welt“. Andere Medien kopierten die Schlagzeile „Polizeistrategie bei G20-Protesten ‚gescheitert‘“. Übrigens alle mit den hämischen Gänsefüßchen von dpa. Die Gänsefüßchen verpasste die stockkonservative Nachrichtenagentur, weil das dummerweise eine Aussage der Linken war. Wie kann die Linke es wagen, eine deutsche Polizeistrategie für gescheitert zu erklären?

Leiter des OAZ: Polizeipräsident Bernd Merbitz. Foto: Alexander Böhm
Politik·Leipzig

Wenn ein Polizeipräsident mehr Sozialarbeit fordert und in Connewitz erst mal gar nichts schließen will

Was hat eigentlich ein Polizeipräsident zu sagen, wenn die Zeitung titelt: „Leipzigs Polizeichef über Connewitz: ‚Die Zeit des Redens muss vorbei sein‘“? Am 14. Juli titelte die LVZ so und packte die Zeitung wieder mit lauter Artikeln zum wilden Kiez Connewitz voll, den man tags zuvor noch bunt und lebendig fand. Jetzt fand man ihn wieder mal gewalttätig und rechtsfrei. Irgendwie.

Husch und weg: Flexibler Knopf auf Börsenflucht. Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Der Versuch des Berlin-Instituts, sich vom blinden Wachstums-Denken ein bisschen zu lösen

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat sich, als es 2000 gegründet wurde, ein nicht ganz unwichtiges Hauptthema gesetzt: Wie verändern eigentlich die globalen demografischen Veränderungen unsere Welt? Am 29. Juni hat es wieder eine Studie zum Thema veröffentlicht, die deutlich macht, wie sehr eigentlich das heute dominierende Wachstumsdenken mit den Veränderungen menschlicher Gesellschaften kollidiert. Auch wenn es die Autoren so nicht sehen.

Durch starke Tau- und Erosionsprozesse freigelegte Permafrostablagerungen nahe der Siedlung Tabaga in Zentraljakutien. Foto: Dr. Mathias Ulrich/ Universität Leipzig
Bildung·Forschung

Leipziger Forscher untersuchen jetzt die auftauenden ostsibirischen Permafrost-Gebiete

Die Gemeinde der Klimaforscher hätte die Diskussion, warum die „Klimaerwärmung“ zu Beginn des Jahrtausends scheinbar zum erliegen kam, wohl klugerweiser nie begonnen. Bis heute argumentieren damit die Lobbyverbände der großen Energiekonzerne. Obwohl man dort genauso gut weiß: Es geht um Energie. Und die muss sich nicht nur in warmer Luft aufstauen. Die pulverisiert auch Polarkappen und Permafrostböden.

Gedenkort 17. Juni 1953. Foto: Grüne Fraktion Leipzig
Politik·Brennpunkt

Wann macht Leipzigs Verwaltung aus der Hauptachse des Südfriedhofs tatsächlich eine würdige Erinnerungsstätte?

Für FreikäuferAuch wenn es sich auf den ersten Blick nicht so liest, ist der Antrag, den die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, die CDU-Fraktion, die SPD-Fraktion und die FDP-Stadträte René Hobusch und Sven Morlok im September 2016 gestellt haben, eine Erinnerung an einen uralten Stadtratsbeschluss zum Südfriedhof. Wann wird die Gräberparade der SED-Funktionäre endlich zurückgebaut? Und wann bekommen die Toten von 1953 eine würdige Gedenkstätte?

Radweg unter Wasser. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Wo bleiben die Gelder für den kommunalen Radwegebau in Sachsen?

Für FreikäuferSeit Jahren werden die Landesmittel für den kommunalen Radwegebau von den sächsischen Kommunen kaum abgerufen. So wurden im Jahr 2016 von den vorgesehenen 8 Millionen Euro lediglich 20 Prozent für den Bau von Radwegen genutzt. „Liegt das am falschen Spiel des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (LASuV) mit den Kommunen?“ Das fragt sich nun die Landtagsabgeordnete Katja Meier von den Grünen. Denn aus Leipzig gab es eine verstörende Information.

Eingangsbereich im Black Triangle. Foto: privat
Leben·Gesellschaft

Bewohner des Black Triangle befürchten baldige Räumung

Während die Stadt weiter rasant wächst, verfällt seit mehreren Jahrzehnten ein riesiges Gebäude auf einem etwa 10.000 Quadratmeter großen Grundstück im Besitz der Deutschen Bahn. Vor etwa einem Jahr haben mehrere junge Menschen das „Black Triangle“ besetzt. Dieses hat sich seitdem als illegaler Kunst- und Veranstaltungsraum im Leipziger Süden etabliert. Doch nun befürchten die derzeitigen Bewohner und ihre Besucher die baldige Räumung.

RB Stürmer Emil Forsberg versucht es erneut. Foto: Alexander Böhm
Sport·Fußball

Kaderplanung abgeschlossen: RB Leipzig geht in die ersten Testspiele

Nach dem 13 Millionen Euro schweren Transfer des Angreifers Jean-Kévin Augustin von Paris Saint-Germain scheint der Kader von Fußball-Bundesligist RB Leipzig für die kommende Saison komplett. Die wechselwilligen Forsberg und Keita müssen offenbar tatsächlich bleiben. Nun stehen die ersten Testspiele an: Am Freitagabend geht es zum Sechstligisten SV Dessau 05.

Ohne kritischen Journalismus geht's nicht. Foto: Ralf Julke
Bildung·Medien

Der Bosbach-Moment und die nervende Notwendigkeit professioneller Kritik an jeder Politik

Ich habe da so ein Gefühl. Natürlich kann es trügen. Wie jedes Gefühl trügen kann. Es ist dieser Moment in der Talkshow von Sandra Maischberger, in dem Wolfgang Bosbach aufspringt und embrassiert die Talk-Runde verlässt. Auf den ersten Blick nur eine völlig eskalierte Talkrunde, passend zu den Hamburger Ereignissen um G20. Auf den zweiten Blick ein Hoppla-Erlebnis für die mögliche Zukunft des Journalismus.

Wasserwerfereinsatz gegen Vermummte. Foto: Tim Wagner
Leben·Gesellschaft

G20-Tagebuch (2): Freitag – In blaue Zonen und über rote Linien + Bildergalerie

Für FreikäuferDie Proteste gegen den G20-Gipfel dauerten nur einige Tage, die massiven Ausschreitungen sogar nur wenige Stunden. Welche Konsequenzen sich daraus ergeben werden, ist noch unklar, aber sie könnten Auswirkungen für viele Jahre haben. Aktuell dominieren vor allem die Stimmen jener, die das Geschehen nur aus der Ferne beobachtet haben. Unser Autor René Loch war vor Ort und schildert im zweiten Teil des G20-Tagebuchs seine Eindrücke von den Blockadeversuchen am Freitag und der folgenden Krawallnacht.

Bus 91 in Wahren. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Kann man die ÖPNV-Verbindungen ins Leipziger Güterverkehrszentrum deutlich verbessern?

Für FreikäuferEigentlich müsste es im neuen Nahverkehrsplan der Stadt eine wichtige Rolle spielen: Wie bindet man die Unternehmen im Leipziger Norden besser an den ÖPNV an? Aber der neue Nahverkehrsplan steckt immer noch in der Verwaltung fest, hat über ein Jahr Verspätung. Und im Norden muss weiter improvisiert werden. Deswegen kommt jetzt noch eine PlusBus-Vorlage in den Stadtrat, in der man auch lauter unvollendete Überlegungen zum Leipziger Norden lesen kann.

Im Medienzentrum schicke Szenen am Bildschirm. Foto: Tim Wagner
Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: Dreiste Debatte um den G20-Gipfel

„Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, und kehren um zu ihrem Staub; ihre Anschläge sind auch verloren, wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. (Johann Daniel Herrnschmidt 1714 im Evangelischen Gesangbuch Nr. 303,2)“. Das ist schon ziemlich dreist: Der Minister, der für Grenzkontrollen und die Nachrichtendienste zuständig ist, Innenminister Thomas de Maizière, spielt sich wie so oft in der Vergangenheit als der Saubermann auf, der in Sachen G20-Gipfel alles richtig gemacht hat, und legt nach: Er verlangt im Verein mit der AfD Sachsen die Schließung von Einrichtungen in Leipzig wie Conne Island und Werk 2. Beweise, ob und was die beiden Häuser mit den Gewaltausbrüchen in Hamburg zu tun haben, konnte er nicht liefern.

Beschlussvorlage für die Schule in der Hainbuchenstraße. Cover: Stadt Leipzig
Politik·Brennpunkt

Schule in der Hainbuchenstraße in Paunsdorf soll spätestens 2020 wieder ans Netz gehen

Für FreikäuferMan staunt immer wieder, dass es doch noch leerstehende Schulgebäude in Leipzig gibt, die wieder in Betrieb genommen werden können. Freilich befinden sie sich nicht unbedingt da, wo die Not am größten ist. Das Sozialdezernat hat jetzt den Vorschlag vorgelegt, die Schule in der Hainbuchenstraße in Paunsdorf wieder in Betrieb zu nehmen. Dazu braucht es eine Komplettsanierung.

Könnte auch der Schleifstein von Hans im Glück gewesen sein ... Foto: Ralf Julke
Leben·Gesellschaft

Wenn Wrestling zum politischen Normalzustand wird

Sie gehen ja um wie Epidemien. Einer mutmaßt, zwei kommen ins Grübeln, machen vier andere unsicher – und am Ende geht eine Welle durchs Land und 1.000 Leute sind überzeugt, dass „an der Sache was dran ist“. Darüber grübele ich dann auch in eigener Sache: Kann man Fragen stellen, die in die falsche Richtung laufen?

Der sanierte Rabensteinplatz. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Rabensteinplatz lädt wieder ein, nur der Frosch ist noch nicht wieder da

Der Rabensteinplatz ist fertig. Der Froschbrunnen fehlt noch. Still und bescheiden steht er in der Ecke. Die Wiese ist gemäht, die Blumenrabatte neu gepflanzt. Auf jeden Fall hat der ein paar Jahre vernachlässigte Rabensteinplatz an der Dresdner Straße jetzt wieder Aufenthaltsqualität. Am Mittwoch, 12. Juli, wurde er offiziell wieder freigegeben. Dabei musste erst einmal wieder an ihn erinnert werden.

MDR-Zentrale in Leipzig. Foto: Ralf Julke
Bildung·Medien

Wenn Öffentlich-Rechtliche auch noch Internetzeitung machen wollen

Da hat sich Michael Hanfeld noch sehr zurückgehalten, als er am Dienstag, 11. Juli, eine Wortmeldung des Vorsitzenden des HR-Rundfunkrats, Harald Brandes, mit dem ursprünglichen Titel „Presseähnliche Telemedienangebote wünschenswert“ kommentiert. Ein Titel, der dann noch einmal weichgespült wurde. Obwohl sich am Inhalt nichts änderte. Die Granden des Öffentlich-Rechtlichen wollen tatsächlich den ganzen Kuchen, nicht nur die Hälfte.

Auch Teilauto ist in Leipzig schon mit E-Auto unterwegs. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Leipzigs Stadtverwaltung kommt bei alternativen Verkehrsprojekten immer mehr unter Zeitdruck

Es deutet Vieles darauf hin, dass an strategisch entscheidenden Stellen in Leipzigs Verwaltung das nötige Personal fehlt. Fast jedes große Thema der Stadt verzögert sich, zieht sich wie Gummi, während sich die Stadt in immer höherer Schlagzahl wandelt und die Bewohner selbst dafür sorgen, dass sich die Dinge ändern. So wie beim Carsharing. Denn immer mehr Leipziger verzichten auf das eigene Auto.

Fußgänger auf der Straße.
Wirtschaft·Mobilität

Leipzig muss deutlich fußgängerfreundlicher werden

Für FreikäuferEine Meldung, über die am Dienstag, 11. Juli, der „Spiegel“ berichtete, bestätigt einen Antrag der Leipziger SPD, der im März im Stadtrat mit Mehrheit abgestimmt wurde. Nicht mit großer Mehrheit. Das verblüfft immer wieder, wenn fast der halbe Stadtrat immer wieder für Bequemlichkeit stimmt. Und in diesem Fall – gegen Gesundheit. Denn wer zu Fuß läuft, lebt gesünder. Selbst Schrittzähler beweisen das.

XL unterwegs in Gohlis. Foto: Ralf Julke
Wirtschaft·Mobilität

Die erste XL-Straßenbahn der LVB geht jetzt auf Linienfahrt

Für FreikäuferDie neue Straßenbahn XL der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) hat endlich ihre Freigabe durch die technische Aufsichtsbehörde bekommen. Das meldeten die LVB am Dienstag, 11. Juli. Damit kann die von Solaris extra für Leipzig konzipierte Straßenbahn endlich in den Linienbetrieb gehen, nachdem sie über ein halbes Jahr lang im Liniennetz getestet wurde. Am Donnerstag, 13. Juli, ist der große Auftakt.

Ein Paradies auf Erden. Foto: asisi
Kultur·Ausstellungen

Ab Herbst/Winter 2018/2019 zeigt Yadegar Asisi in Leipzig das Paradies

Das Glück Yadegar Asisis ist die moderne Computertechnik. Die leistungsfähigen Bildbearbeitungsprogramme der Gegenwart ermöglichen dem Künstler, in immer kürzerer Zeit seine Visionen vom Panoramabild umzusetzen. Das erhöht nicht nur den Ausstoß – das ermöglicht sogar Bilder, von denen die großen Panorama-Maler des 19. Jahrhunderts nicht einmal träumten. Zum Beispiel die Welt aus der Sicht eines Pollenkorns zu zeigen.

Joachim Oelßner: Was soll vergrabenes Gold ... Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

„Was soll vergrabenes Gold …“ – Der Zankapfel Lipsk und die Fakenews der Mächtigen

Für FreikäuferNa gut, den 800-Seiter wird nicht jeder im Urlaub schaffen. Es sei denn, es gibt jetzt noch sechs Wochen Regenwetter. Selbst dann wird es nicht leicht, denn Joachim Oelßner hat sich mit diesem Buch zu einem der spannendsten Kapitel der Leipziger Geschichte eine Herkulesaufgabe gestellt. Denn vor 800 Jahren war in Leipzig richtig was los. Zutaten: ein König, Markgrafen, Bischöfe, Ritter. Und ein berühmter Minnesänger.

Es begann mit markigen Parolen und endete dramatisch. Die Welcome to hell - Demo. Foto: Tim Wagner
Leben·Gesellschaft

G20-Tagebuch (1): Donnerstag – Die Eskalation ging von der Polizei aus

Für FreikäuferDie Proteste gegen den G20-Gipfel dauerten nur einige Tage, die massiven Ausschreitungen sogar nur wenige Stunden. Welche Konsequenzen sich daraus ergeben werden, ist noch unklar, aber sie könnten Auswirkungen für viele Jahre haben. Aktuell dominieren vor allem die Stimmen jener, die das Geschehen nur aus der Ferne beobachtet haben. Unser Autor René Loch war vor Ort und schildert im ersten Teil des G20-Tagebuchs seine Eindrücke von der autonomen Demo am Donnerstagabend.

Der Stiftungsrat der Stiftung Bürger für Leipzig freut sich über Sparschweinspenden für Die Wunderfinder. Foto: Bürgerstiftung
Politik·Engagement

Stiftung Bürger für Leipzig: Stiftung in Bürgerhand

Wenn Bürgerinnen und Bürger sich in einer Gemeinschaftsstiftung zusammentun um in ihrer Stadt etwas zu bewegen, dann ist das eine Bürgerstiftung. Bei der Stiftung Bürger für Leipzig sind es bereits 131 Stifterinnen und Stifter, die zusammen mit mehr als 100 Ehrenamtlichen das soziale und kulturelle Leben Leipzigs voranbringen. Was genau das bedeutet, bestimmen sie gemeinsam. Beim Projekt „Die Wunderfinder“ beispielsweise entdecken Hortkinder an der Seite von ehrenamtlichen Paten neue Bildungswelten. Nicht nur als Investition in faire Bildung ist unsere Abo-Spende hier gut angelegt: Bis Ende Oktober wird nämlich jede Spende für das Projekt noch einmal verdoppelt.

Handschrift aus der Bühner-Sammlung. Foto: Universitätsbibliothek Leipzig
Kultur·Ausstellungen

Die Universitätsbibliothek Leipzig zeigt ab dem 11. Juli sechs kostbare mittelalterliche Pergamente

Die großen Kulturschatzkammern unserer Stadt leben davon, dass sie immer wieder auch wertvolle Stücke von sammelfreudigen Bürgern geschenkt bekommen. Und manche strahlen dabei weit. So freute sich die Universitätsbibliothek 2015 über ein Geschenk aus Mühlhausen. Am Dienstag, 11. Juli, wird um 17 Uhr mit Kurzvorträgen eine neue Kabinettausstellung mit diesen Geschenken eröffnet.

Seite 95 aus dem Hamburger Verfassungsschutzbericht 2017. Screenshot: L-IZ
Politik·Sachsen

Eine FDP-Wortmeldung und die linksradikal genutzten Netzwerke

Da waren wir doch schon etwas verblüfft. Es prasselten etliche Stellungnahmen zu den Hamburger Krawallen ins Redaktionspostfach. Manche überzogen gewaltig. Manche mahnten oder versuchten das Phänomen einfach in die linksradikale Ecke zu schieben. Das ist immer einfach, aber eigentlich keine Lösung. Auch Sachsens FDP versuchte, die ganze Sache irgendwie dort abzulegen.

Dringend benötigte Fläche im Leipziger Westen: das Jahrtausendfeld. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Hat Leipzigs Liegenschaftsamt bei der Zerstörung der Skate-Anlage überzogen?

Diese schreckliche Jugend. Immerzu macht sie Krach, tobt sich irgendwo aus. Und beansprucht auch noch Platz für ihre Freizeitaktivitäten. Fürs Skaten zu Beispiel. In der vergangenen Woche freilich machte der Abriss einer Skate-Anlage am Jahrtausendfeld Furore. Worüber sich mittlerweile auch Teile des Stadtrats wundern. Denn eigentlich hatte man 2014 die Stadt beauftragt, die Skate-Anlagen im Stadtgebiet zu sichern.

Seit 2015 richtete sich die Agression zunehmend gegen Politiker und Mandatsträger. Foto: Ralf Julke
Leben·Gesellschaft

Trotz Luther-Jahr haben eine Menge Leute nicht mal die Bibel gelesen

Bevor wir hier wieder mit Schuldzuweisungen beginnen, stellen wir einfach fest: Was unsere gesellschaftlichen Konfliktstrategien betrifft, befinden wir uns im Jahre 2017 noch immer vor der Geburt Christi. Seitdem haben mehrere tausend Kriege stattgefunden, aber gelernt haben einige von uns daraus nicht die Bohne. Was in Hamburg sehr schön zu beobachten war. Da hilft keine Talkshow und kein Fingerzeigen. Worum geht es?

Wie war das mit Margarita? Grafik: L-IZ
Bildung·Medien

Avanti, avanti!

LeserclubSo ganz konkret hatte Herr L. tatsächlich noch nie auf eine schwarze Limousine gewartet, die mit Reifenknirschen vorm Zeitungshaus vorfuhr, drei bullige Männer in Schwarz entsteigen ließ, von denen dann einer dem teuren Besitzer von Karosse und Bodybuildern die Tür aufhalten würde. Aber er musste nicht warten. Und es fuhr auch kein gepanzertes Auto vor.

Sparen um jeden Preis? Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Es ist unmöglich, sich aus einer Wirtschaftskrise herauszusparen

Es gibt auch Beiträge der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), in deren Impressum sie sich nicht ganz so sehr von dem distanziert, was sie veröffentlicht. Wie den von Andrä Gärber und Markus Schreyer, beide Mitarbeiter der FES. Beide haben augenscheinlich genug vom ganzen Gejammer ums Sparen und die falschen Loblieder auf die schwäbische Hausfrau.

Eingang zur Hauptbahnhof-Westhalle. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Ist Beethoven tatsächlich das letzte Mittel gegen Trinker, Junkies und Obdachlose?

Es war schon teilweise burschikos, was sich da in den letzten Jahren vor den Ausgängen des Hauptbahnhofs Leipzig abgespielt hat. Kleine Gruppen von Menschen mit Hund, Decke und Sammelbecher hatten die Überdachung zu einer Art Daueraufenthaltsplatz gemacht. Manchmal nicht ganz leise, gern auch mit viel Alkohol. Der Centerleitung war das augenscheinlich ein Dorn im Auge. Jetzt wird es Thema im Leipziger Stadtrat.

Blick über den Kulkwitzer See. Foto: Ralf Julke
Politik·Region

Hundebadestrand geht schnell, Wasserspielplatz braucht etwas Zeit

Veränderungen in unserer Welt werden dann am ehesten akzeptiert, wenn diejenigen, die es direkt betrifft, auch an den Visionen beteiligt sind. Nicht nur als Alibi, sondern mit eigenen Ideen und direkt in einer Arbeitsgruppe. Das hat, so meldet Markranstädts Bürgermeister Jens Spiske, jetzt in der vom Stadtrat in Markranstädt einberufenen Arbeitsgruppe „Westufer Kulkwitzer See“ geklappt.

Tor der Erstaufnahmeeinrichtung in Dölitz. Foto: Alexander Böhm
Politik·Brennpunkt

Jetzt trainieren wohl Polizisten in der Friedrikenstraße und zum Mietvertrag gibt’s keine öffentliche Auskunft

Die Karriere der Leipziger Erstaufnahmeeinrichtung in der Friederikenstraße war kurz. 2015 eröffnet, wurde sie zum Jahresende 2016 wieder geschlossen und in den Stand-by-modus versetzt. Was die Landtagsabgeordnete der Linken, Juliane Nagel, daran erinnerte, dass ja ursprünglich mal die Stadt das Objekt haben wollte. Könnte man es nicht anderweitig nutzen, fragte sie deshalb die Staatsregierung an.

Fenster eingeschlagen, Botschaft hinterlassen. Eine Commerzbank-Filiale in Hamburg. Foto: Tim Wagner
Leben·Gesellschaft

Warum konservative Innenpolitik nicht mal begreift, woher die Wut auf Europas Straßen kommt

Nach den ausufernden Krawallen zum G20-Treffen in Hamburg fluteten zahlreiche Politiker die Kanäle mit allerlei Stellungnahmen zum Polizeieinsatz, zur Gewalt, zu Linken und Linksextremisten. Und die meisten machten mit ihren Statements deutlich, dass sie von der Komplexität unserer Gesellschaft völlig überfordert sind. So wie Christian Hartmann, der in der sächsischen CDU-Fraktion für Innenpolitik zuständig ist.

Geld ist doch nicht zum Ausgeben da ... Foto: Ralf Julke
Politik·Kassensturz

Friedrich-Ebert-Stiftung wagt zaghaften Vorschlag zur Kommunalfinanzierung

Es sieht ganz danach aus, als würde auch dieser Bundestagswahlkampf in eine gewaltige Steuersenkungsdebatte münden und am Ende in einer Regierung, die wieder einmal die Steuern dort senkt, wo es eigentlich nicht brennt. Dabei gibt es – auch wenn es Thinktanks wie die INSM immer wieder behaupten – gar keine Spielräume für Steuersenkungen. Selbst die FES hat den SPD-Spitzenkandidaten gewarnt.

Als Einzige über 17 Meter: Sara Gambetta holt sich die Goldmedaille. Foto: Jan Kaefer
Sport·Leichtathletik

Leichtathletik-DM 2017: Gambetta holt Kugel-Gold, Bronze für die Staffel-Jungs

Der zweite und letzte Wettkampftag der Leichtathletik-DM im Erfurter Steigerwaldstadion hielt aus Leipziger Sicht Höhen und Tiefen bereit. Sara Gambetta glänzte im Kugelstoßen mit ihrem ersten Titelgewinn, und die U20-Staffel des SC DHfK durfte sich auf der 3 x 1.000 Meter-Strecke über Bronze freuen. Enttäuschung hingegen bei Felix Rüger (1.500m) und Robert Farken (800m) - Rüger musste sein Finale abbrechen, Farken konnte verletzungsbedingt gar nicht erst starten.

Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: Gewalt in der Sackgasse

Innenpolitisch war es eine Katastrophe, was sich in den vergangenen Tagen in Hamburg ereignet hat: Hunderte Menschen meinten, Krieg spielen zu müssen. Spielen? Nein, sie machten ernst mit kriegerischer Gewalt, gingen mit äußerster Brutalität und rücksichtslos auf Menschen los und zerstörten fremdes Eigentum. Wie im realen Krieg war ihnen gleichgültig, ob die Menschen, die Opfer ihrer Gewalttätigkeit wurden, irgendetwas zu tun haben mit den vorgeschobenen „politischen“ Begründungen ihres verwerflichen Treibens. Wie im Krieg steht man fassungslos vor so viel Brutalität.

Ein Hamburger Hund. Foto: Jürgen Kasek
Leben·Gesellschaft

Ein Gedächtnisprotokoll: Was in Hamburg geschah

Während die mediale Aufarbeitung noch intensiv mit den Gewalttaten von Hamburg beschäftigt ist, gibt es zunehmend Berichte von Leipzigern, die die letzten Tage in der Hansestadt selbst miterlebt haben. Dass sich dabei teils vollkommen andere Perspektiven ergeben, als die, welche die Flut an brennenden Autos und fliegenden Flaschen sowie aufmarschierende Einsatzbeamten zeigen, liegt in der Natur der Sache. Überwiegend fanden in den vergangenen Stunden Konzerte, friedlicher Protest und Begegnungen in Hamburg statt. Der Grünen-Politiker und sächsischer Vorstandssprecher seiner Partei, Jürgen Kasek, schildert seine Eindrücke der letzten Stunden seit Donnerstag.

Gefällte Bäume in Connewitz. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Grüne beantragen Leipziger Aktivitäten für ein neues Baumschutzgesetz in Sachsen

Als die Grünen jüngst im Stadtrat nachfragten, wie es mit den Ersatzpflanzungen für gefällte Bäume bei Bauvorhaben steht, bekamen sie eine Antwort, die sie regelrecht entsetzte. Das noch von CDU und FDP verabschiedete „Baum-ab-Gesetz“ sorgt auch dafür, dass es selbst für wertvolle Bäume in 30 Prozent der Fälle keinen Ersatz gibt. Die Stadt ist ohnmächtig und kann nur auf Goodwill hoffen.

Ob ein ausgefallenes Hirnareal unseres Sprachnetzwerkes durch ein anderes kompensiert werden kann, hängt davon ab, wie grundlegend der gestörte Prozess ist - je basaler, desto unwahrscheinlicher. Foto: MPI CBS
Bildung·Forschung

Wie das Erkennen von Gesprochenem in unserem Gehirn abläuft

Leipzigs Gehirnforschern geht es ja manchmal so: Sie untersuchen die Lösung für ein Problem für unser Gehirn – zum Beispiel die Folgen eines Schlaganfalls. Und dann stoßen sie auf eine Erkenntnis, die wieder mal bestätigt, wie sehr unser Denken tatsächlich von Mustern abhängt. Da sieht man direkt die kleinen Babys vor sich, wie sie mit aufmerksamem Blick Muster erkennen lernen. Oder halt: aufmerksamen Öhrchen.

Große Wiese am Klingerweg. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Wer nicht mal Zahlen hat, wird auch keine sinnvollen ÖPNV-Vorschläge machen können

Zum Entwicklungskonzept für den Clara-Zetkin-Park gehören natürlich auch Überlegungen, wie man mit dem ÖPNV besser hinkommt, ob man mit Straßenbahn oder Bus vielleicht besser hinkommen könnte, als das jetzt der Fall ist. Könnte man. Aber das verhindert die alte Verkehrspolitik in Leipzig. Und so gibt es auch ein Pünktchen „Ergänzung ÖPNV“ im Konzept, in dem mit traurigem Ton abgehandelt wird, warum mehr ÖPNV für den Park derzeit nicht zu machen ist.

Bikes! Das Fahrrad neu erfinden. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

„BIKES!“ Die Zukunft der Städte gehört dem Fahrrad

Fahrräder, Fahrräder, Fahrräder! Im Museum für angewandte Kunst sieht es derzeit aus wie in einer Designerwerkstatt für flotte Zweiräder. Oder wie in einem Store für die verrücktesten Bikes, die es derzeit zu kaufen gibt. Vom 22. Juni bis zum 1. Oktober ist diese Sonderausstellung zu sehen, die nicht nur zeigt, dass Fahrräder heute zum modernen Lebensstil gehören.

Roy Schmidt (hier beim Zieleinlauf) und David Storl ernteten Edelmetall für Leipzig. Foto: Jan Kaefer
Sport·Leichtathletik

Leichtathletik-DM 2017: Storl holt 7. Titel in Folge, Schmidt bejubelt Sprint-Bronze

Die 117. Titelkämpfe der deutschen Leichtathleten begannen am Samstag mit zwei Leipziger Medaillen. Im Erfurter Steigerwaldstadion dominierte erwartungsgemäß David Storl das Kugelstoßen und wurde schon zum siebenten Mal hintereinander Deutscher Meister. Etwas überraschend, dafür umso erfreulicher, war die Bronzemedaille für Roy Schmidt über 100 Meter. Bitter hingegen war das Fehlstart-Aus von Alexander John im Hürdenfinale.

Karikatur: Schwarwel
Leben·Gesellschaft

Kann es sein, dass die Bürgerkriegsbilder aus Hamburg politisch erwünscht waren?

Frank Drieschner, Redakteur der „Zeit“, betonte in seinem Beitrag „Die Strategie der Polizei ist gescheitert“ extra, er schätze die ausufernde Gewalt und das Handeln der Polizei beim G20-Gipfel in Hamburg als Laie ein. Die wirkliche Einschätzung könnten nur Experten vornehmen. Aber er war nicht der einzige Redakteur, der bezweifelte, dass die Polizei richtig gehandelt hat. Und das hat wenig mit Polizei-Expertentum zu tun.

Westliche Anton-Bruckner-Allee. Foto: Ralf Julke
Politik·Brennpunkt

Das Schnellwege-Konzept für den Clara-Zetkin-Park ist Mumpitz

Vier Jahre Diskussion um Leipzigs größten Park – und endlich legt die Verwaltung das lang erwartete Entwicklungskonzept vor. Und dann lesen es auch die Leipziger, die sich ganz professionell mit dem Thema beschäftigen, freuen sich im ersten Moment: „Oho, Sie haben es wirklich berücksichtigt!“ Und dann lesen sie den Text dazu und fassen sich an den Kopf. So wie der ADFC, als er das Thema Radwege genauer unter die Lupe nahm.

Neues Rathaus. Foto: Ralf Julke
Politik·Engagement

Grüne zeigen sich enttäuscht vom fehlenden Anti-Atomwaffen-Bekenntnis des OBM zum Flaggentag 2017 „Mayors for Peace“

So richtig ist die Botschaft bei Leipzigs Veraltungsspitze noch nicht angekommen, was es eigentlich heißt, Mitglied im weltweiten Städtebündnis „Mayors for Peace“ zu sein. Das ist mit dem Raushängen einer Fahne nicht getan. Das nimmt von den Staatsmännern, die ihre Armeen mit Atomwaffen bestückt haben, keiner ernst. Das braucht deutlich mehr, kritisiert jetzt die Grünen-Fraktion den Leipziger OBM.

Migranten nach Ortsteilen, Grafik: Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen
Politik·Kassensturz

Zahlen, die die bräsige „Integrations“-Politik nachhaltig infrage stellen

Seit ein paar Jahren veröffentlichen das Amt für Statistik und Wahlen und das Referat für Migration und Integration ein kostenloses Faltblatt „Migrantinnen und Migranten in Leipzig“. Immer wieder aktualisiert. Immer wieder mit neuesten Daten. Im Grunde Nachrichten aus einer anderen Stadt. Einer, die nicht so bräsig selbstverliebt ist wie das offizielle politische Leipzig.

Gefüllte Süßkartoffeln mit Hüttenkäse und Kichererbsen. Foto: Maike Klose
Leben·Topf & Quirl

Topf & Quirl: Gefüllte Süßkartoffeln mit Hüttenkäse und gerösteten Kichererbsen

Eine gesunde Ernährung mag manchmal den Eindruck vermitteln, nicht sonderlich sättigend zu sein – ein bunter Salat, so lecker er auch ist, benötigt doch an den meisten Tagen eine kohlenhydrathaltige Beilage und ein cremiges Süppchen füllt, mit einem Spritzer Sahne versetzt, den Magen noch besser. Doch es gibt definitiv auch Gerichte, die locker und leicht daher kommen und dennoch auch den größten Hunger stillen.

Auf der Neuen Messe entsteht das Leipziger Impfzentrum. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

CDU-Faktion will den Platz vor der Neuen Messe nach Helmut Kohl benennen lassen

Die Eitelkeiten hören nie auf. Eigentlich waren Straßenbenennungen in Leipzig mal so gedacht, dass damit Personen gewürdigt werden sollten, die sich für die Stadt besonders verdient gemacht haben. Aber immer wieder finden politische Akteure, sie müssten ihre politischen Größen im Stadtbild verewigen. Straßen quasi als politische Statements. Kaum ist Helmut Kohl gestorben, beantragt die Leipziger CDU, einen Platz nach ihm zu benennen.

Ausgebrannte Autos in Hamburg Altona. Foto: Tim Wagner
Leben·Gesellschaft

G20: Wie im Krieg?

Die Behauptung stammt von Spiegel Online, real stimmt sie nicht. Denn auch nach zwei Tagen steht kein einziges Haus in Hamburg in Schutt, Asche oder Flammen. Weltweit gesehen, eher eine kleine „Riot“ mit leicht lokalisierbarer und kurzer temporärer Ausdehnung. Da hat London in diesem Jahrhundert schon anderes erlebt. Auch die brennenden Autos sind im Wohlstandsland Deutschland noch immer kein Krieg, sondern offenkundig eine Frage von Versicherungspolicen. Dass Versicherungen im Sinne der Aktionäre wiederum in Deutschland schon lange keine Gewährleistungen mehr garantieren, erfahren gerade die Besitzer der angezündeten Autos.

Karikatur: Schwarwel / schwarwel.de
Leben·Gesellschaft

G20 und ein „Spielabbruch“: Der “weiße Block” steht

Eigentlich war alles vorher klar. Dann lief einfach das Drehbuch ab, was einige bereits vor dem G20-Gipfel für die „Welcome to hell“-Demonstration geschrieben hatten. Da hätten wahrscheinlich die 10.000 Demonstranten der Antikapitalismus-Demo am 6. Juli in Hamburg im Kriechgang die Straße herunterkommen können – die Polizei wäre beim Ablaufplan geblieben. Ob dieser jedoch rechtsstaatlich in Ordnung war, wird derzeit gern debattiert – nur leider mit einigen falschen Zungenschlägen und Schuldzuschreibungen, die pauschal nicht funktionieren. Fest steht: die Polizei ist zu einer Art Generalangriff übergegangen, der mehr als fragwürdig ist.

Durchschnittsbruttolöhne 2016 nach Bundesländern. Grafik: Freistaat Sachsen, Landesamt für Statistik
Politik·Kassensturz

Durchschnittslöhne stiegen in Sachsen 2016 um 3,8 Prozent

Manchmal darf man durchaus entsetzt sein, wie schwach die ökonomische Analyse bei vielen Parteien ist. Auch bei der SPD. Am Donnerstag, 6. Juli, veröffentliche das sächsische Landesamt für Statistik neue Zahlen zur Erwerbseinkommenentwicklung 2016. Und prompt meldete sich ein ehemaliger Wirtschaftsminister zu Wort und wusste, woher das kam.

„Gut und gerne leben“ in Deutschland? Foto: L-IZ.de
Leben·Gesellschaft

Gastkommentar von Christian Wolff: „Verklumpung“ oder die Verachtung des demokratischen Diskurses

„Verklumpung“ – mit diesem Begriff beschreibt die Wochenzeitung „DIE ZEIT“ in ihrer neuesten Ausgabe die politische Debattenlage in Deutschland. Verklumpung – das passt auch gut zum gemeinsamen Wahlprogramm der CDU und CSU. „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“ lautet der Titel. Es liest sich so, als sei die Bundestagswahl nur noch eine lästige Pflicht. Denn eigentlich besteht kein Anlass, irgendetwas zu ändern: Angela Merkel forever. Dazu passt auch die Hauptaussage im Wahlprogramm: Vollbeschäftigung bis 2025! In sieben Jahren haben wir es geschafft: das Paradies.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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