Ein ganz besonderes Dokument wird zum Bachfest 2015 erstmals wieder seit über 100 Jahren der Öffentlichkeit präsentiert. Es erzählt - auch wenn es Johann Sebastian Bach nicht selbst unterschrieben hat - von seinen letzten Lebenstagen. Und das waren keine guten. Denn eigentlich hatte sich der vom Grauen Star geplagte Thomaskantor vom berühmten reisenden Augenheiler John Taylor eine Besserung versprochen.
Im September jährt sich der 50. Todestag von Albert Schweitzer. So lange muss man ja nicht warten, fand der St. Benno Verlag und legte schon jetzt einen kleinen Geschenkband für Freunde des berühmten Arztes von Lambarene vor. Oder doch eher für Freunde seines Orgelspiels? Denn das gibt es auf der beigelegten CD zu hören.
Thomas Fritzsch hat nicht zu viel versprochen. Die späten Kompositionen des Carl Friedrich Abel (1723 - 1787) weisen schon weit voraus ins 19. Jahrhundert und die große Zeit der romantischen Musik. Trotzdem war Abel lange Zeit vergessen und musste erst durch die beharrliche Arbeit von begeisterten Musikern wieder ins Bewusstsein der Welt zurückgeholt werden. Solchen wie dem Musiker Thomas Fritzsch, einem der versiertesten Gambenspieler der Gegenwart.
Man sah ihm nicht an, wie sehr er gelitten hatte, als er im Januar 2013 erstmals der Leipziger Presse vorgestellt wurde: der heimgekehrte Johann Sebastian Bach IV. Vielleicht auch der V. Bei der Zählung der Bach-Porträts kann man schon ein wenig durcheinander kommen. Denn offiziell gibt es das Haußmann-Porträt von 1746, Haußmanns Kopie von 1748 und vier Kopien von späteren Künstlern. Drei, denn eines ging im 2. Weltkrieg verloren. Zwei Kopien besitzt jetzt das Bach-Museum.
"Ja, das nehmen wir mit in den Shop", sagte Claudia Marks, Museumspädagogin im Bach-Museum. "Das passt." Nicht jedes Buch zu Johann Sebastian Bach schafft es in den kleinen Museums-Shop. Und schon gar nicht jedes Kinderbuch. Das Museum hat eine Mission. Und die ist durchaus pädagogisch: Wie macht man Kinder neugierig auf solche Burschen wie JSB und seine Musik? Geht das überhaupt?
Einer hängt im Alten Rathaus, einer im Bach-Archiv, einer in einer Privatsammlung in Princeton, einer wurde im November in Philadelphia versteigert, nachdem er noch 2010 kurz für 500.000 und 400.000 Dollar bei ebay angeboten wurde ... Jedes Mal scheint es derselbe Bach aus der Werkstatt von Elias Gottlob Haussmann zu sein. Aber Bach ist nicht gleich Bach. Auch wenn es immer wieder derselbe Hofkompositeur und Thomaskantor ist.
Manchmal bekommt man tatsächlich gute Anregungen auf Kongressen. So ging es Kerstin Wiese, Leiterin des Bach-Museums Leipzig, jüngst in Weimar, wo es um Barrierefreiheit in Museen ging und die Möglichkeiten, neuen Nutzergruppen mit Hilfe moderner Smartphones Zugang zu Museen und Sammlungen zu ermöglichen, den es vorher nicht gab. Denn was lockt einen Gehörlosen in ein Musikermuseum? Um mal diese Frage zu stellen.
Es gibt zwei Sebastian Knauers, die sich in Wikipedia tummeln. Und der eine beneidet ganz offen den anderen - der 1949 einstige "Spiegel"-Autor beneidet den 1971 geborenen Pianisten. So gern würde er auch gern Klavier spielen können. Aber vielleicht ist es auch andersherum, und der junge Pianist beneidet den Autor gelungener Kriminalromane. Der jüngste aus seiner Tastatur: ein richtiger Krimi um Johann Sebastian Bach.
Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Aktuelle Kommentare