Es kann nicht sein, dass Wohnungsgesellschaften bzw. -verwaltungen mit der Natur machen kรถnnen was sie wollen, nur weil sie die Fassaden renovieren wollen. Die Stรคdte mรผssen Verantwortung รผbernehmen. Dafรผr mรผssen Regelungen, Vorschriften bzw. Gesetze geschaffen werden. Es kann nicht sein, dass wegen Bauvorhaben etliche Bรคume ihr Leben lassen mรผssen.
Es wird enorm in die Tier-und Pflanzenwelt eingegriffen, was nicht als normal bezeichnet werden kann. Wir tragen alle eine globale Verantwortung fรผr den Klimaschutz. Dazu gehรถrt der Naturschutz, der Umweltschutz, der Lรคrmschutz und etwas gegen die Lichtverschmutzung. Denn ohne alle mit einzubeziehen, kann man den Klimaschutz nicht gerecht werden.
Es ist alles als Ganzes zu betrachten und nicht bรผrokratisch einzeln.
Wir haben es selbst erlebt und erleben es immer wieder, wie sich Wohnungsgesellschaften bzw. -verwaltungen verhalten und auf ihr Recht pochen. Entgegen dem Naturschutz werden Vertrรคge abgeschlossen, welche so nicht gelten dรผrften.
Salvatorische Klauseln werden erwรคhnt im Namen von Stรคdten und Gemeinden. So etwas darf es heutzutage nicht geben. Die Gesetze sind schlieรlich fรผr alle da.
Hier haben wir wieder Machtspiele, welche angewendet werden, von Personen, welche glauben, dass sie immer Recht bekommen. So kann und darf es nicht weiter gehen.
Es kann auch nicht sein, dass es dann nur noch um eine unkomplizierte Pflege von Grรผnanlagen geht.
Hier kann man von den Erfahrungen mit Mietern und Pflege durch Patenschaften der Anlagen in Malmรถ lernen. (Ein weiteres Beispiel aus Malmรถ und eins aus Trier)
Es kann nicht sein, dass Flughรคfen mit der Natur und den unmittelbaren Anwohnern machen kรถnnen, was sie wollen.
Nur noch die Gewinnerzielungsabsichten zรคhlen. Hier helfen nur noch harte Bandagen.
Viel zu niedrige Strafen
Die Strafen fรผr gefรคllte Bรคume sind viel zu niedrig. Denn es wird ein komplettes Natursystem zerstรถrt. Es geht um mehr als nur Bรคume, Bรผsche, Staudenโฆ.
Selbst 10.000 โฌ pro gefรคllten groรen Baum als Strafe kann den Schaden in der Natur nicht aufwiegen. Wie ich spรคter genauer recherchiert habe.
Die Wiederaufforstung sollte mindestens so viel Bรคume pro gefรคllten Baum betragen, was den waren Wert des Baumes betrifft. Hier muss alles mit einbezogen werden. Das heiรt, auch jeden Baum zรคhlen lassen. Noch besser wรคre, erst neue Bรคume zu pflanzen und dann erst den alten 100-jรคhrigen Baum fรคllen zu kรถnnen. Diese Klausel wรผrde auf jeden Fall schon mal abschrecken und zum Nachdenken anregen.

Was die Planung einer Baustelle betrifft: keine Baustelle, bis nicht alles fรผr die Umwelt getan wurde.
Jedoch auch die kleineren Pflanzen wie groรe Bรผsche wegzumachen, sollte bestraft werden. Auch diese sind in dem Natursystem enorm wichtig. Die Komplexitรคt ist so riesig, dass es einem erst klar wird, wenn man, wie ich, gegen einen Feind kรคmpfen muss, der sich extreme Hitze, Wind und Wassermangel nennt
Wie man Gรคrten resistent macht
Ich hatte seit 2018 geholfen einen 400 qm Kleingarten in Leipzig so fit zu machen, dass er sich am Ende selbst helfen konnte. Bรคume, Bรผsche, Strรคucher, Stauden, Kleingewรคchse, Krรคuter โฆ. so zu pflanzen, dass diese sich gegenseitig unterstรผtzen und beschatten.
Die Wege wurden gemulcht oder mit Rasensamen verbessert, sodass der Wind nichts abtragen kann. Nichts stand alleine in der Erde, alles war unterirdisch verbunden. Es entstanden groรe Inseln von Oasen.
Obst, Gemรผse, Krรคuter, Ziergehรถlze, Bodendecker, Farne, Kletterpflanzen, Grรคser und Blumen wechselten sich ab. Es wurde eine bunt durchmischte Naturwelt, welche durch Wege geteilt, aber nicht getrennt ist. Es wimmelte nur so in diesem Garten von Kleintieren, dass es eine Freude war, ihnen zuzuschauen.
Genauso geht es jetzt bei mir weiter. Wieder wird ein Garten regelrecht aufgeforstet. Dieses Mal jedoch sind auch Waldbรคume dabei, denn es ist kein Kleingarten, der der Kleingartenverordnung unterliegt. Sieben Bรคume waren krank oder tot. Bรผsche und Beeren waren krank und das alles musste leider wegen ansteckenden Krankheiten entfernt werden.
Dies ist ein Garten, der fast 800 qm groร ist und der in den 60ern von einer kleinen Familie zur Grundversorgung genutzt worden ist. Er ist meine persรถnliche Herausforderung. Denn alle Pflanzen und Bรคume haben schon lange nicht mehr eine Pflege durch Schnitt erhalten. Dazu waren die Vorbesitzer nicht mehr in der Lage.
Dadurch war so viel krank geworden. Jedoch heute kann ich sagen, dass es geschafft wurde, das Wunder ist geschehen, die Krankheiten sind weg. Permakultur sei gedankt. Der Garten ist jetzt auch gut mit Obst- und Waldbรคumen durchmischt, sodass 14 Baumarten Platz gefunden haben. 14 Buscharten schรผtzen die jungen Pflanzen und blรผhen fรผr die Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und Feldwespen.
Beerenfrรผchte und Gemรผse haben ihren Platz gefunden. Viele Krรคuter, um die Wรผhlmaus zu verwirren, an den Baumscheiben auรen herum. Grรคser fรผrs Auge, Wiese, Mulch und Totgehรถlz runden das Ganze ab. Die Pfanzenweltkommunikation hat begonnen. Hier und da ein Vogelhaus und eine Futterstelle. Endlich gibt es hier auch anderes Getier auรer Wรผhlmรคuse, Ratten, Marder und Engerlinge. Die Lรถcher im Boden werden immer weniger durch die Mischkultur.
Natur zurรผckholen
Das bedeutet fรผr mich, dass man wirklich aufforsten kann, auch im Kleinen. Man kann die Natur zurรผckholen. Wenn ich daran denke, wie ich dieses Projekt anfing. Nackter ausgelaugter Boden, wo immer wieder Unkraut versuchte, die Oberhand zu gewinnen. Diesem Garten eine Chance zu geben, war mein Sinn und โฆ es hat sich gelohnt. Denn langsam kehr die Ruhe des Selbstlรคufers ein.
Nun wieder zu unserer Stadt Leipzig. In meiner Vision sehe ich nach meinen vier Jahren Erfahrung nur das Problem der stetig wachsenden Bรผrokratie, welche auch alles zu verhindern droht. Wir mรผssen jetzt handeln kรถnnen und nicht erst in 10 Jahren. Die Stadtrรคte mรผssen den Bรผrgern Mรถglichkeiten und Voraussetzungen geben bei der Erschaffung von neuem Pflanzenleben. Auch zum Schutz der kleinen Tierwelt. Dafรผr wรคren doch einmal feste Regularien und Gesetze machbar.

Stellen Sie sich vor, wie Lavendel, Rosmarin, Thymian und Melisse an den Baumscheiben und sonstigen Mรถglichkeiten wachsen. Wie diese ihren Duft verbreiten und alles wimmelt voller toller Insekten. Die Bรคume werden unten beschattet, was nicht zur Austrocknung fรผhrt.
Die Bienen und Hummeln finden Nahrung. Wenn das Ganze noch gemulcht ist, hรคlt sich die Feuchtigkeit lรคnger und die Regenwรผrmer vermehren sich und erschaffen tolle Erde. Alle mรถglichen Insekten haben wieder eine Heimat und kehren zurรผck. Dazwischen noch ein paar Stauden und Blumen fรผrs Auge.
Krรคuter mรผssen auch nicht stรคndig wie Bรผsche und Strรคucher gestutzt werden.
Bรผsche und Strรคucher sind wichtig, keine Frage, jedoch sollten diese dort sein, wo sie nicht stetig bis auf 30 cm runtergekรผrzt werden. Das ist ein Frevel an die Natur und nicht konform im Sinne des Naturschutzes.
Es ist schrecklich zu sehen, wie unsere Parkanlagen und Grรผnflรคchen zu Hotelanlagen mutieren. Das hat mit Naturliebe nichts zu tun. Alles soll solitรคr stehen, damit man wohl alles kontrollieren kann oder liegt es am Monopol der Versicherungen?
Tiere und Kinder kรถnnen sich nicht verstecken. Richtigen Schatten findet man dadurch nicht, in den man sich gerne setzen mรถchte, um ein Buch zu lesen. Denn so muss man stetig, je nach Sonnenstand, dem Schatten hinterher wandern.
Ich als Ureinwohnerin kann schreiben, dass ich dieses in meiner Kindheit geschรคtzt habe. Ich fรผhlte mich richtig wohl in der Wildnis, welche Leipzig innehatte. Es war ein Ort der Freude mit so viel Grรผn.
Wir brauchen die Natur
Wenn die Stadt Leipzig wirklich will, dass wir wieder eine grรผne Stadt sind, dann entscheiden Sie sich doch bitte auch dafรผr und nicht dagegen. Die Menschen werden es Ihnen danken. Lassen Sie es zu, dass wir endlich wieder Sauerstoff atmen, Schatten im Sommer finden und die Kรผhlung durch Bรคume und Bรผsche in den Hitzevierteln beendet wird.
Es ist vollkommen normal, dass, wenn die Bevรถlkerungsrate steigt, das alles mehr wird. Der Energieverbrauch, vermietete Wohnungen, Parkplatzwรผnsche, der Wunsch nach Sicherheit, Einkaufsmรถglichkeiten, Kindergรคrten, Schulen, Arbeitsplรคtze โฆ und alles am besten um die Ecke.
Jedoch will keiner, dass etwas weggemacht wird, diese รnderungen bitte beim Nachbarn und nicht bei mir. So sind hรคufig die Gedanken.
Alles will man haben in dieser kleinen Stadt, aber doch bitte nicht auf Kosten der Natur. Ohne Natur werden auch wirklich wir alle krank. Denn Sauerstoff und Bรคume, die den Dreck in der Luft filtern und umwandeln, gibt es nicht in der Tiefkรผhltruhe.
Es geht nicht nur um die Zukunft unserer Kinder, es geht um alle Menschen. Erschaffen wir unsere Umwelt nicht nur neu, sondern mit der Natur besser. Die Natur rettet uns, aber nur, wenn wir ihr dabei helfen. Sie schafft es nicht mehr alleine, wenn sie stetig und immer wieder abgeschafft wird, nur weil sie stรถrt. So funktioniert das Spiel jedoch nicht.
Wissen Sie, wie teuer ein Baum wirklich ist?
Es gibt eine Baumwertermittlung nach Koch.
Zitat: โEin Baum hier ist im Stammumfang StU 18โ20 cm und hat im Laufe der Jahre mit Pflege und Fรคllung einen Wert von รผber 5.511,66 โฌ (Stand 2018).โ Welche einfach so mit zu wenig Strafe fรผr den Auftraggeber den Bach runterlaufen. Wie viel Jahre der Pflege und auch der Kosten sind nun futsch?
Bei den nun exorbitant gestiegenen Kosten frage ich mich, wie viele Bรคume als Strafe gepflanzt werden mรผssten, um diesen Aufwand zu deckeln. Und wie teuer ist der Umweltschaden, der dadurch entsteht? รberhitzung der Stadt bedeutet ja in den Wohnungen Kรผhlung durch Strom, welchen wir nicht haben. Ausfรคlle und Todesfรคlle durch Hitzeschock bei Mensch und Tier.
Ist das alles wirklich notwendig. Was wรคre denn, wenn ein Arbeitgeber den Ausfall durch diese Aktion mit Zinsen zurรผckholt?
Dafรผr gibt es wohl keine Versicherung, komisch.
Die wรผrde auch niemanden nรผtzen, denn junge Bรคume bringen die Reinigung der Natur nicht so wie alte Bรคume. Es ist nur ein zarter Anfang.
Konkret nehmen wir das Beispiel unserer 100-jรคhrigen Buche. Ist diese zu ersetzen, ergeben sich folgende Kosten:
Der Kauf eines Groรbaumes mit einem Alter von 20 Jahren kostet ungefรคhr 600 โฌ. Dazu kommen die Kosten fรผr Transport und Pflanzung mit ungefรคhr 500 โฌ. Die Anwachsphase fรผr einen solchen Baum ist mindestens drei Jahre lang. Pro Jahr werden Pflegekosten und Fahrtkosten von 130 โฌ berechnet.
Die Herstellungsphase, also die Zeit, bis der Baum eine รคhnliche Funktion wie der Vor-Baum erfรผllt, dauert mindestens 20 Jahre. Selbst dann ist der Baum lediglich 43 Jahre alt, also erst halb so alt wie sein Vorgรคnger. In dieser Zeit kosten die Pflegemaรnahmen ungefรคhr 70 โฌ pro Jahr.
Insgesamt ist unsere Buche nach der Koch-Methode ungefรคhr 2400 โฌ wert. Hier ist zur Einfachheit jedoch sowohl der Zinssatz, als auch die Steuer nicht einberechnet. Der eigentliche Betrag fรคllt im Regelfall also hรถher aus.
In der Taspo Baumzeitung wurde im Jahr 2007 eine Zusammenstellung des Baumwertes abgedruckt. Demnach mรผsste unsere Volkswirtschaft pro Jahr einen durchschnittlichen Betrag von 660 โฌ aufbringen, um die Leistung eines einzigen Baumes zu erbringen. Die Summe gliedert sich folgendermaรen:
Schattenspender = 40 Euro
Fรถrderung von Bodenlebewesen = 25 Euro
Symbiose mit anderen Lebewesen = 25 Euro
Aufenthaltsort fรผr Menschen = 25 Euro
Eventuell essbare Frรผchte =15 Euro
Filterung von Staub = 10 Euro
Schaffung von Lebensraum = 10 Euro
Windschutz = 5 Euro
Organisches Material = 3 Euro
Holzwertzuwachs = 1,50 Euro
Bereitstellung von Sauerstoff = 500 Euro
Die Auflistung zeigt, wie viele Funktionen ein Baum hat. Durch seine schattenspendende Krone und die Verdunstung von Wasser kรผhlt er die Luft um sich herum ab. Im Wald kรถnnen deshalb Temperaturunterschiede von drei bis sechs Grad Celsius im Vergleich zur Auรentemperatur herrschen. Er ist Lebensraum und Nahrungsspender fรผr unzรคhlige Tierarten, ob รผber oder unter der Erde.
Doch auch fรผr unsere Umwelt sind Bรคume wichtig. In einem einzigen Jahr filtert ein Buchenwald bis zu 70 Tonnen Schmutzpartikel aus der Luft. Und was fรผr alles Leben auf der Erde am wichtigsten ist: Bรคume produzieren Sauerstoff. Unsere Buche schafft im Jahr 4.600 Kilogramm! Das reicht, damit 13 Menschen ein ganzes Jahr lang atmen kรถnnen.
Diese Vielzahl an Dienstleistungen hat natรผrlich seinen Preis. In 100 Jahren entspricht das einem Wert von circa 66.000 โฌ. Dieser Betrag ist mit Abstand der hรถchste aus unserer Recherche und zeigt, wie schnell wir den Nutzen unserer Bรคume unterschรคtzen.
Wenn also ein 100-jรคhriger Baum gefรคllt wird, haben wir einen volkswirtschaftlichen Schaden von 66.000 โฌ und dies wieder runtergerechnet auf die jungen Bรคume wรผrde ja bedeuten, dass etwa 10.000 Bรคume gepflanzt werden mรผssen.
Jetzt bin selbst ich geschockt darรผber. Hier steht ja sogar die Frage im Raum, wohin mit all den Bรคumen. Denn das sind ja nicht wenige.
Die Strafen sollten also den Stammumfang betreffen, wie eben das Alter des Baumes.
Na, den Bauherren mรถchte ich sehen, der diese Bรคume noch fรคllen mรถchte.
Eine 100 Jahre alte Buche kann nach obiger Rechnung 13 Menschen ein Jahr mit Sauerstoff versorgen. Wie ist das dann mit 600.000 Einwohnern in Leipzig?
Wie viele Bรคume hat Leipzig und wie alt sind die verbliebenen nach den vielen Fรคllungen?
Wieviele Bรคume brauchen wir?
Die Rechnung war einfach und es sind ca. 46.153 Bรคume, welche im Durchschnitt 100 Jahre alt sein mรผssen. Jedoch so viele 100-jรคhrige haben wir nicht. Also stimmt die Zahl schon einmal nicht.
Fรผr mich hat die Aktion Baumstarke Stadt erst begonnen, denn es wurde viel zu viel verjรผngt.
Na dann auf in die neue Welt der Natur in LE.
Es gibt 2 Kommentare
Der zustรคndige Bรผrgermeister fรผr Ordnung, Sport und Umwelt scheint hoffnungslos รผberfordert zu sein. Frรผher (also so vor 30 Jahren) gab es noch Fontรคnen im Johanna- und Clara-Zetkin-Park. Bรคume zu fรคllen ohne vorher auf Ausgleich zu dringen oder besser noch, die Fรคllungen abzulehnen, zweifelhafte Konzepte wie die Femelungen im Auwald voranzutreiben und das WTNK um jeden Preis durchzusetzen scheint einfacher bzw. politisch opportuner zu sein. Vielleicht ist er aber einfach รผber die Jahre nur betriebsblind gewordenโฆ
Man kann es nicht mehr verstehen! รberall begegnet einem diese Ignoranz der Fakten. Sei es bei รmtern, Firmen, Nachbarn.Es ist eine gesamte Generation, die wirklich glaubt, damit ohne Konsequenzen fรผr ihr eigenes Leben durchzukommen. Und ich hoffe nur noch , dass es ihnen nicht gelingt.
โฆein weiterer Ureinwohner aus Leipzig