Im Osten Leipzigs kam es zu einer Raubstraftat, in deren Folge einem 39-Jährigen etwa 5.000 Euro Schaden entstand. Nun fahndet die Polizei nach den Tätern. Und: Im Vogtland südwestlich von Zwickau wurden am Dienstag drei Leichen entdeckt, darunter kleine Kinder. Zu den Hintergründen wird ermittelt. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 25. Februar 2025, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Schönefeld-Abtnaundorf: 39-Jähriger nach Bitte um Feuer attackiert und beraubt
Die Leipziger Polizei bittet nach einer Raubstraftat um Zeugenhinweise. Der betreffende Vorfall ereignete sich bereits am Montagmorgen, etwa 04:00 Uhr in Schönefeld-Abtnaundorf und wurde heute durch die Polizeidirektion (PD) öffentlich gemacht.
Demnach habe sich das Opfer, ein 39-jähriger Mann, an seinem Fahrzeug in der Schönefelder Allee befunden, als eine Vierergruppe sich näherte und um Feuer bat, so PD-Sprecherin Susanne Lübcke. Dem kam der Betroffene nach, sei dann aber nach Übergabe eines Feuerzeugs plötzlich in den Schwitzkasten genommen und geschlagen worden.
Zwei der Männer durchsuchten anschließend das Auto, entwendeten einen Rucksack mit Tablet, Armbanduhr und Geldbörse. Der beachtliche Schaden des Raubs wird auf etwa 5.000 Euro geschätzt.
Zu zwei der Angreifer liegen Personenbeschreibungen vor, die Kriminalpolizei ermittelt und bittet um mögliche Hinweise.
Vogtland: Polizei findet drei Leichen, darunter Kinder
Schockierende Nachricht aus Neumark (Vogtland): Hier hat die Polizei am Dienstag drei Leichen entdeckt. Wie der MDR berichtet, wurden die Einsatzkräfte am frühen Morgen durch einen Zeugen informiert. Zur Klärung der Umstände waren Beamte der Polizeidirektion Zwickau und des LKA Sachsen vor Ort.
Bei den verstorbenen Personen handelt es sich nach jetziger Kenntnis um einen 55 Jahre alten Mann sowie zwei kleine Kinder. Der Landrat des Vogtlandkreises Thomas Hennig (57, CDU) äußerte sich zutiefst betroffen, sprach den Hinterbliebenen und den Menschen vor Ort seine Anteilnahme aus. Kriminalistische Untersuchungen zu den Hintergründen des Geschehens dauern an.
Sie sind selbst in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Es gibt eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie – auch anonym – mit anderen Menschen über Ihre Gedanken sprechen können. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich. Wir stellen Ihnen die wichtigsten vor.
Telefonseelsorge: Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222. Der Anruf bei der Telefonseelsorge ist nicht nur kostenfrei, er taucht auch nicht auf der Telefonrechnung auf, ebenso nicht im Einzelverbindungsnachweis. Die Telefonseelsorge ist auch online erreichbar.
Muslimisches Seelsorgetelefon: Das muslimische Seelsorgetelefon ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer 030 / 44 35 09 821 erreichbar.
Weitere Möglichkeiten und Angebote:
Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention
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Worüber die LZ heute berichtet hat:
soft spot contact: Ausstellung mit Bildern von Anna M. Kempe wird am 1. März eröffnet
PISA-Marktbericht zum Leipziger Immobilienmarkt: Steigende Preise, Engpässe und neue Lösungsansätze
Gastkommentar von Christian Wolff zur Bundestagswahl: Ein bitterer Erfolg
Ab 4. März im Stadtbüro: Ausstellung zu neuem Quartier Heiterblick-Süd
Was sonst noch wichtig war:
Zwei Tage nach der Bundestagswahl drückt der wahrscheinlich nächste deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (69, CDU) auf die Tube: Er wolle nach dem Wahlsieg der Union schnell in Verhandlungen mit den Sozialdemokraten für eine Koalition einsteigen, so Merz am Dienstag.
SPD-Co-Chef Lars Klingbeil (47) zeigte sich zurückhaltend und machte ein Bündnis von einem Mitgliedervotum seiner Partei abhängig. Die Verhandlungen könnten angesichts programmatischer Differenzen unter anderem in der Wirtschafts- und Migrationspolitik herausfordernd werden.
Merz wurde in geheimer Wahl zudem mit fast 100 Prozent als Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag bestätigt, ebenso wiedergewählt wurde CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (54). Bei der teils rechtsextremen AfD, noch vor der SPD zweitstärkste Fraktion im neuen Bundestag, wurden die Vorsitzenden Alice Weidel (46) und Tino Chrupalla (49) erneut gewählt. Auch die umstrittenen Matthias Helferich (36) und Maximilian Krah (48) sind Teil der neuen AfD-Bundestagsfraktion.
Weiterhin ist völlig unklar, wie es im Ukraine-Krieg weitergeht, zumindest scheint weltpolitisch aber Bewegung: Der Kreml lehnte zuletzt europäische Friedenstruppen ab, erklärte sich aber bereit, Europäer am möglichen Verhandlungstisch über einen Waffenstillstand und Frieden zu akzeptieren. Gestern vor drei Jahren hatten Wladimir Putins (72) Truppen das ukrainische Staatsgebiet völkerrechtswidrig überfallen.
Der neue US-Präsident Donald Trump (78) hatte angekündigt, den Krieg nach seinem Amtsantritt am 20. Januar 2025 beenden zu wollen, und dazu auch Kontakt mit Moskau aufgenommen. Befürchtet wurde und wird aber ein Deal unter Großmächten, bei dem die Ukrainer selbst und die EU außen vor bleiben.
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