Monat: Februar 2022

Politik·Region

Störmthaler See: Der streng geschützte Raubwürger findet ein Winterquartier in der StattErnte Fläche

Eine Landwirtin aus Dreiskau-Muckern schuf mit StattErnte 2021 eine in diesem Jahr auf 10 Hektar anwachsende, mehrjährige Blühpatenfläche auf Ackerland. Das Projekt trug nun schon nach sechs Monaten eine außergewöhnliche Blüte im Sinne des Artenschutzes. Seit letztem Herbst wurde wiederholt ein Raubwürger (Lanius excubitor Linnaeus) in der StattErnte-Fläche zwischen Dreiskau-Muckern und Pötzschau gesichtet.

Politik·Kassensturz

Leipziger Arbeitsmarkt im Januar: Gemeldete freie Stellen erreichen für Januar eine neue Höchstmarke

Ganz den Stand vom Januar vor Ausbruch der Corona-Pandemie im Januar 2020 hat die Arbeitslosigkeit in Leipzig noch nicht erreicht. Aber auch die Januar-Zahlen zeigen, dass der größte Teil der Wirtschaft wieder so läuft wie vor der Pandemie. Auch wenn der übliche Jahreszeit-Effekt wieder zu sehen war, dass die Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar um 997 auf 20.809 Personen angestiegen ist. Das waren aber trotzdem 5.286 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.

Die Kamenzer Straße 12, ehemaliges Zuhause des rechtsextremen Imperium Fight Teams. Foto: LZ
Leben·Gesellschaft

Erklärung zur Kamenzer Straße: Stadt soll Gebäude vor rechtsextremer Nutzung schützen

Die Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig (GfZL) hat anlässlich des diesjährigen Internationalen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar eine Erklärung zum ehemaligen KZ-Außenlager „HASAG Leipzig“ in der Kamenzer Straße an Oberbürgermeister Burkhard Jung überreicht. Die Institution fordert die Stadt Leipzig damit auf, sich endlich aktiv für eine Verbesserung der Situation in der Kamenzer Straße 12 einzusetzen.

Manfred Krug: Ich sammle mein Leben zusammen. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Ich sammle mein Leben zusammen: Manfred Krugs Tagebücher aus den beiden ereignisreichen Jahren 1996 und 1997

„Mein schönes Leben“ hat Manfred Krug seine Autobiografie genannt, die 2003 bei Econ erschien, demselben Verlag, der 1996 auch sein legendäres Tagebuch aus dem Jahr 1977 „Abgehauen“ veröffentlicht hatte. Diese Autobiografie begann er genau in dieser Zeit zu schreiben, als er die hier veröffentlichten Tagebücher schrieb. Da hatte ihn gerade ein schwerer Schlaganfall direkt aus diesem schönen Leben gerissen.

Sport·Weitere

Fit in den Frühling

Zu einem gesunden Lebensstil gehört neben vitaminreicher Ernährung auch Sport. Viele Leipziger finden jedoch kaum Zeit für ein regelmäßiges Sportprogramm. Ein anstrengendes Berufsleben, Überstunden sowie private Verpflichtungen führen dazu, dass die knapp bemessene Freizeit lieber für Familie und entspannende Hobbys, anstatt für Sport verwendet wird.

Blick in den Gerichtssaal: Lina E. und ihre Anwälte Erkan Zünbül und Ulrich von Klinggräff. Foto: Peter Schulze
Leben·Fälle & Unfälle

Prozess gegen Lina E. et al. in Dresden: Was weiß der Neonazi-Kumpel aus Eisenach?

Mit einer ausführlichen Zeugenvernehmung setzte das Oberlandesgericht Dresden in der vergangenen Woche den Prozess gegen die Studentin Lina E. aus Leipzig und drei Mitangeklagte fort, denen die Begehung und Planung brutaler Überfälle auf rechts bis rechtsextrem eingestellte Personen zur Last liegt. Diesmal ging es um zwei Vorfälle aus 2019 im thüringischen Eisenach. Der eigentlich erwartete Zeuge Leon R. ließ sich entschuldigen – doch sein Kumpel hatte Einiges zu erzählen.

Gesetzesbuch und Ordner auf Tisch.
Der Tag

Dienstag, der 1. Februar 2022: Lockerungen in Gastronomie und bei Veranstaltungen ab Sonntag und JVA-Beamter wegen Beteiligung am Angriff auf Connewitz vor Gericht

Die Sächsische Staatsregierung beschloss heute eine neue Corona-Notfall-Verordnung, in der einige Lockerungen vorgesehen sind. Derweil verfassten der sächsische Innenminister Roland Wöller (CDU) und der thüringische Innenminister Georg Maier (SPD) gemeinsam eine Erklärung zu den demokratiefeindlichen Corona-Protesten. Außerdem: Heute begann der Prozess gegen einen JVA-Beamten, der 2016 am „Sturm auf Connewitz“ beteiligt war. Antifaschistischer Protest war ebenfalls vor Ort. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 1. Februar 2022, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Die sächsiche Ministerin Petra Köpping.
Politik·Sachsen

Sachsen lockert die Corona-Regeln und schließt einen weiteren Freizeit-Lockdown aus

Die sächsische Landesregierung hat am Dienstag, dem 1. Februar, die Eckpunkte für die neue Corona-Notfall-Verordnung präsentiert. Diese sieht weitere Lockerungen in zahlreichen Bereichen vor. Gleichzeitig hat Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) angekündigt, im Falle einer erneuten Überlastung der Krankenhäuser im Kultur- und Sportbereich auf einen Lockdown zu verzichten. Einrichtungen wie Kinos, Theater und Fußballstadien dürften dann – mit massiven Einschränkungen – offen bleiben.

Hat sich zum Schweigen entschieden: Justizvollzugsbeamter Kersten H. (36, r.) neben seinem Verteidiger Helmut-Hartwig Heuer. Foto: Lucas Böhme
Leben·Fälle & Unfälle

Sechs Jahre nach Connewitz-Überfall: JVA-Beamter schweigt auf der Anklagebank

Vor mehr als sechs Jahren schlugen über 250 Hooligans und Rechtsradikale eine Schneise der Verwüstung durch den linksalternativen Leipziger Stadtteil Connewitz – unter den mutmaßlich Beteiligten befand sich auch Kersten H., Beamter im sächsischen Strafvollzug. Nachdem mehrere Anläufe in der Vergangenheit gescheitert waren, steht der 36-Jährige nun seit Dienstag wegen Landfriedensbruchs vor dem Amtsgericht – und schweigt.

Politik·Brennpunkt

Die gesetzliche Grundlage fehlt noch: Vorerst kein Tempo 30 in der Wolfgang-Heinze-Straße

Das Verkehrs- und Tiefbauamt /(VTA) hätte auch schreiben können: „Wir warten auf den Bundesverkehrsminister.“ Denn noch ringt der Deutsche Städtetag mit dem Bundesverkehrsministerium darum, dass Tempo 30 in den Städten zur Regelgeschwindigkeit werden kann – auch auf Hauptstraßen. Dabei versteht das VTA nur zu gut, warum sich Stadtrat Thomas Kumbernuß (Die PARTEI) in der Wolfgang-Heinze-Straße Tempo 30 wünscht. Nur vorerst führt da kein Weg hin.

She She Pop: Hexploitation. Foto: Dorothea Tuch
Veranstaltungen·Bühne

Premiere am 4. Februar im Schauspiel: „Hexploitation“ von She She Pop (Berlin)

1962 erschien der Film „Whatever Happened to Baby Jane“ in den Kinos. Der psychologische Horrorthriller über zwei alternde weibliche Filmstars wurde zu einem überraschenden Erfolg und begründete ein ganz neues Film-Genre: den sogenannten Psycho Biddy- oder Hagsploitation-Film. Die Film-Diva tritt in studierter Pose vor den Spiegel, sie sieht ihr gealtertes Gesicht als Zerrbild ihrer selbst und bricht darüber in einen grauenerregenden Schrei aus. Ein Bild, das zur Ikone geworden ist.

Blick auf die Zschochersche, Ecke Industriestraße.
Politik·Leipzig

Bericht der Verkehrsunfallkommission: Der inakzeptable Zustand einer nicht fahrradgerechten Stadt

Zur letzten Ratsversammlung berichtete auch die Verkehrsunfallkommission – zwar nicht zum zurückliegenden Jahr 2021, sondern erst zum Jahr 2020. Den Bericht musste der Stadtrat nur zur Kenntnis nehmen. Er wurde auch nicht diskutiert. Aber der Blick in den Bericht zeigt, wie schwer sich Leipzig tut, die wirklich gefährlichen Stellen im Straßennetz zu beseitigen. Und die Unfallbrisanz im Radverkehr bekam eine eigene Würdigung. Oder sollte man besser schreiben: ein eigenes Mahnschreiben?

Vicki Felthaus (Grüne), Bürgermeisterin und Beigeordnete für Jugend, Schule und Demokratie. Foto: Livestream der Stadt Leipzig, Screenshot: LZ
Politik·Brennpunkt

Der Stadtrat tagte: Warum die Graue Energie auch im Stadtrat zum Thema wird + Video

Solche Diskussionen, wie sie am 20. Januar im Stadtrat zum Kita-Neubau Friedrichshafner Straße 147 stattfanden, wird es künftig noch öfter geben. Denn erstmals thematisierte die Linksfraktion mit ihrem Änderungsantrag das Thema Graue Energie. Der wurde zwar am Ende abgelehnt und die alten Herren von der AfD-Fraktion konnten der Diskussion nicht folgen. Aber auch beim Bauen muss Leipzig umdenken. Der Klimawandel erzwingt auch hier Veränderungen.

Frank Kreisler: Wand an Wand mit einer Leiche. Foto: Ralf Julke
Bildung·Bücher

Wand an Wand mit einer Leiche: 13 wahre Verbrechen aus dem Leipzig der frühen 1990erJahre

Der große Meister des True Crime in Leipzig war bislang Henner Kotte. Aber sein Leipziger Autorenkollege Frank Kreisler kann das auch. Er setzt nur seine Schwerpunkte im ersten True-Crime-Band etwas anders. Auch wenn es so aussieht, als stünde auch bei ihm das unerklärliche Verbrechen im Mittelpunkt. Aber in Wirklichkeit ist es das Leipzig der frühen 1990er Jahre. Mit all seinen Schatten und Finsternissen. Wie schlecht es Leipzig damals ging, verraten die alten Polizeimeldungen und Gerichtsakten.

Leben·Familie & Kinder

Mit der ganzen Familie aus Leipzig wegziehen

Seit 2019 fällt auf, dass unsere Stadt besonders Familien mit Kindern vermehrt verlassen. Die Gründe hierfür sind unterschiedlicher Natur (siehe Grafik Leipzig.de). Für die Allerkleinsten spielt es oft noch keine Rolle, wo ihr Zuhause ist, Hauptsache sie sind im geschützten Kreis der Familie. Geht der Nachwuchs jedoch bereits in den Kindergarten oder in die Schule, ist er oft von einem Umzug ins Ausland wenig begeistert.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Scroll Up